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wir Ihnen die Länder unserer wichtigsten
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Thailand

Thailand grenzt im Westen an Myanmar und den Indischen Ozean, im Süden und Osten an Malaysia und den Golf von Thailand, im Osten an Kambodscha und im Norden und Osten an Laos. Der Chaophraya und seine Nebenflüsse fliessen durch grosse Teile des thailändischen Festlandes. Im Nordosten erhebt sich das Korat-Plateau etwa 300 m über die Hochebene. Diese weitgehend unfruchtbare Region macht etwa ein Drittel des Landes aus, die bewaldeten Hügel im Norden bedecken ein weiteres Drittel.

Bangkok

Die dem Stadtbild nach stark westlich orientierte Hauptstadt ist dennoch der asiatischen Traditionen verhaftet geblieben. Bangkok ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die rapiden Veränderungen und der zunehmende Wohlstand haben jedoch auch Nachteile gebracht. Es gibt zuviel Verkehr und die Stadt droht regelrecht zu verstopfen. Die besten Hotels überblicken den Chaophraya-Fluss, an dessen Ufer auch der Grosse Palast zu finden ist. Das riesige Gelände beherbergt den Wat Phra Kaeo, eine Tempelanlage mit dem Tempel des Smaragdbuddha. Diese Buddhafigur besteht aus einer besonders leuchtend-grünen Jadeart und ist nicht, wie man vermuten könnte, mit Smaragden besetzt. Für den Besuch des Grossen Palastes gelten bestimmte Kleidungsregeln. So müssen Frauen einen Rock tragen, der die Knie bedeckt, und von Männern werden lange Hosen erwartet. Andernfalls wird der Eintritt verwehrt.

Flussaufwärts vom Grossen Palast ist das Königliche Bootshaus. Hier kann man die reichverzierten königlichen Barkassen bewundern, die für besondere Prozessionen auf dem Chaophraya verwendet werden. Innerhalb der Stadtgrenzen Bangkoks gibt es über 300 faszinierende Tempel und Schreine. Am bekanntesten sind Wat Benchamabophit (Marmor-Tempel), Wat Arun (Tempel der Morgendämmerung) und Wat Traimit (Tempel des Goldenen Buddhas). Eine der grössten Tempelanlagen des Landes ist Wat Pho. Die gesamte Anlage besteht aus über 30 Tempeln, von denen der Tempel des Liegenden Buddhas der grösste ist. Mit einer Länge von über 44 m und einer Höhe von 15 m hat diese Buddhafigur unglaubliche Ausmasse.

Ein Besuch der zahlreichen farbenfrohen Märkte ist ebenfalls zu empfehlen, besonders der berühmte Schwimmende Markt. Allerdings ist er in den letzten Jahren mehr und mehr zur Touristenattraktion geworden. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören der Lak Muang, der Erawan-Schrein, an dem tägliche frische Opfergaben dargebracht werden und das Nationalmuseum. Im Suan Pakkard-Palast kann man wertvolle Antiquitäten besichtigen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch das zu einem Kunstgewerbemuseum umgebaute Haus des amerikanischen Seidenhändlers Jim Thompson, der 1967 spurlos in Malaysia verschwand. Ebenso interessant sind der Bangkoker Zoo und die Schlangenfarm des Rotkreuzzentrums. Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten können überraschend gross sein. Am besten benutzt man ein Taxi.

Klima

In Thailand gibt es drei Jahreszeiten: Heiss ist es von März bis Mai / Juni. Regnerisch (Monsun) von Juni / Juli bis September / Oktober. Kühler ist es von November bis Februar. An der Ostküste des südlichen Isthmus tritt der Monsun von November bis März auf, an der Westküste (Phuket) von März bis Oktober. Die heissesten Temperaturen kommen in den nordwestlichen Ebenen vor. So kann es gegen Ende der heissen Jahreszeit in Chiang Mai im Norden Thailands heisser werden als in Bangkok, allerdings bei bedeutend geringerer Luftfeuchtigkeit.
Reisen nach Thailand können auch während der Regenzeit unternommen werden. Die ideale Reisezeit ist allerdings von November bis Februar, da die Temperaturen in der kühleren Jahreszeit immer noch als sehr warm eingestuft werden können.

Geschichte

Während des ersten Jahrtausends v. Chr. zogen aus Südchina stammende Thai-Völker Richtung Süden. Diese Wanderbewegung führte sie während der folgenden Jahrhunderte im Süden bis auf die Malaccahalbinsel und im Osten bis nach Kambodscha. Hier wurden die Thai von indischen Einflüssen geprägt und nahmen die buddhistische Religion an. Im 13. Jahrhundert bildeten die Thais eine politische Einheit und gründeten 1238 das Reich Sukothai, dessen Blütezeit in den letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts unter König Ramchamhaeng begann und bis ins 14. Jahrhundert andauerte. 1350 errichtete der Gründer der Stadt Ayutthaya südlich von Sukothai das thailändische Königreich Ayutthaya. Trotz kriegerischer Auseinandersetzungen mit Kambodschanern und Birmanen erlebte das Reich Ayutthaya während der nächsten 400 Jahre eine Blütezeit. Es eroberte das Reich Sukothai, Kambodscha und die noch unabhängigen Thai-Fürstentümer im Norden. In dieser Zeit kam es auch zu teilweise feindseligen Beziehungen zwischen den Thai und verschiedenen europäischen Nationen, darunter Portugal, die Niederlande und Grossbritannien sowie China. Das Königreich Siam blühte auf, wurde aber 1767 durch birmanische Truppen zerstört. General Chakri errichtete 1782 ein neues Reich, Siam mit der Hauptstadt Bangkok. Das Land öffnete sich zwar dem Westen, stand aber als einziges Land Südostasiens niemals unter europäischer Kolonialherrschaft. 1932 beendete ein Militärputsch die Herrschaft der Könige. 1939 wurde der Staatsname von Siam in Thailand (Land der Frien) geändert. Die Herausbildung eines modernen Staatswesens nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von schweren innenpolitischen Erschütterungen sowie mehrfachen Putschversuchen des nicht integrierten Militärs erschwert. Stabilisierendes Element der Nachkriegsgeschichte war allein das Königtum, mit dem seit 1946 regierenden Könmig Bhumipol (Rama IX) an der Spitze.

Wirtschaft

Nach asiatischen Massstäben ist Thailand ein relativ wohlhabendes Land. Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist noch immer die Landwirtschaft. In letzter Zeit gewinnt jedoch die Industrie zunehmend an Bedeutung. Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen zählen Reis – Thailand ist der grösste Reisexporteur der Welt – Zucker, Maniok, Mais, Gummi, Baumwolle und Tabak. Die Fischerei spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Forstwirtschaft muss sich von dem übermässigen Abholzen der Teakwälder in den letzten Jahrzehnten erst wieder erholen. Die Regierung plant eine Aufforstung. In der Zwischenzeit blüht der Holzhandel mit Myanmar, das dringend auf Devisen angewiesen ist. Der bedeutendste Bodenschatz Thailands ist Zinn, die Einnahmen durch den Abbau dieses Metalls sind jedoch stark zurückgegangen, seit der Markt für Zinn zusammenbrach. Erfolg versprechend ist ausserdem die Entdeckung von Erdgas in den Küstengewässern.

Im Dienstleistungssektor ist vor allem die Bedeutung des Tourismus in den letzten 20 Jahren ständig gewachsen. Im Jahr 2000 kamen über 9,5 Mio. Besucher nach Thailand. Auch als Finanzzentrum wird Thailand immer bedeutender. Stark zunehmende Investitionen hatten eine grössere Nachfrage für Maschinen und Ausrüstungen zur Folge und belebten den Handel beträchtlich. Der Ausbau der Infrastruktur, u.a. mit Hilfe von Krediten der Asian Development Bank (ADB), soll weitere Anreize für Investoren schaffen. Zu den wichtigsten Industriebereichen gehören: Nahrungsmittelverarbeitung, Textilindustrie, Elektrotechnik, Kraftfahrzeugbau, die petrochemische Industrie und die Eisen- und Stahlherstellung.

Nach erheblichen Schwierigkeiten Ende der neunziger Jahre befindet sich die thailändische Wirtschaft auf dem Weg der Besserung. Wesentliche Faktoren, die zu diesem Umschwung beitrugen, waren ein Anstieg des Exportvolumens, staatliche Fördermassnahmen und ein Anstieg des Tourismus um ca. 10%. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 1999 um 4%, während es im Vorjahr noch um 8% abnahm. 1999 erreichten die thailändischen Exporte einen Anstieg von 7,2% gegenüber dem Vorjahr. Die wirtschaftspolitischen Fördermassnahmen der Regierung, in Abstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hatten jedoch eine Ausweitung des Haushaltsdefizits auf 6% des BIP zur Folge. Die Inflationsrate betrug 1999 rund 3%, die Arbeitslosenquote lag bei 4,2%. Der Aussenhandel wurde weiter liberalisiert.

Seit dem 1. Januar 2000 sind die Handelsschranken innerhalb der ASEAN-Staaten, denen auch Thailand angehört, weggefallen und die Zölle reduziert worden. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan und Singapur.